Mittwoch, 2. März 2011

Dollar vs. Euro: Where's more Angst?

Das Thema, das in den Medien die meiste Sendezeit bekommt, beeinflusst Marketmaker zwangsläufig auch. Seit einigen Tagen fällt auf, dass über die Unruhen im Nordafrika / Nahen Osten zwar gesprochen wird, aber kaum noch Bilder gezeigt werden. Würde man die Sendeminuten addieren, würde sich ein deutlicher Rutsch in der medialen Präsenz ergeben.  

So ein Rutsch schafft Platz für eine Gegenbewegung. Solange alle auf den Öl-Preis starren, achtet keiner darauf, was sich in Europa tut. Der Blick auf den Euro ETF (FXE) und den Dollar ETF (UUP) zeigt, das die grundsätzliche Entscheidung ansteht. 


Nämlich die Entscheidung darüber, welches Scenario demnächst die Medien beherrscht: 

- Der Dollar und die Folgen
- Der Euro und die Folgen

Blickt man auf den Chart, sieht es so aus, als könnte kurzfristig das Thema "Der Euro und die Folgen" an Bedeutung gewinnen. Ein erstes Indiz dafür liefert die Volumenbewegung im UUP: Offenbar sind mehr Käufer von einer Erholung des Dollar überzeugt, als von einem Ausbruch des Euro. Der Money-Flow bestätigt die Vermutung mit einer bullischen Divergenz.  


Setzen sich die Dollar-Käufer durch, so dürfte sich die Korrektur an den Aktienmärkten fortsetzen. Tun es die Euro-Käufer, geht die Rohstoff-Rallye weiter.

Die Richtungs-Entscheidung hängt davon ab, welche Nachrichten die Nachrichten beherrschen. Entweder:   
1. Das Schreckgespenst "Inflation" ("Nahrungsmittel teurer!") 
2. Die abgewürgte Konjunktur ("Öl!")
3. Die (Bundes-)Staatspleite (US-Bundesstaat oder EU-Mitglied: Was hat schlimmere Konsequenzen für die Erholung?)

Die Ratio FXE / UUP ist in Takt. D.h. die Rohstoff-Debatte dürfte uns noch weiter beschäftigen. 


Der Stimmungsschwenk kommt erst, wenn Portugal wieder in den Blick der Medien gerät. Oder die längst vergessenen spanischen Banken. 

Plan B
Erst wenn der UUP über $22.67 (Wochenschlusskurs) ausbricht, ist die Rohstoff-Rallye in Gefahr. Die Aktienmarkt-Korrektur dürfte bis dahin im moderaten Rahmen ablaufen.  

Warum Portugal ein Thema werden könnte:

Warum spanische Banken momentan kein Thema sind:

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